Körperbilder in den Medien
Konstruierte Realitäten von Frauen und Männern

Broschüren liegen auf Tisch

Seit jeher wird das menschliche Denken von Bildern geprägt. So lernen wir schon als Kinder zuerst Bilder zu erfassen, bevor wir sie in Kontext zu sprachlichen Begrifflichkeiten setzen können. Auch Körperbilder haben großen Einfluss auf uns Menschen – vor allem wenn es um die Selbstwahrnehmung geht. Im Zeitalter der Massenkommunikation wird der perfekte Körper von Frau und Mann in medialen Darstellungen zur Norm erhoben. Zugleich erhalten wir die Botschaft, dass wir selber einen perfekten Körper erschaffen können – wenn wir nur genügend Zeit und Geld investieren. Medien stellen Frauen und Männer nicht nur dar, sondern produzieren Vorstellungen darüber, was Frauen und Männer ausmacht.

Besonders Jugendliche, die sich in der Identitätsentwicklung befinden und deren Körper sich gerade stark verändert, setzt diese Botschaft unter Druck. Sie suchen nach weiblichen beziehungsweise männlichen Normen, Verhaltensmustern und Vorbildern, mit denen sie sich identifizieren können. Nicht zuletzt werden oft mediale Darstellungen als Orientierungsmuster herangezogen. Aber wie wird nun Gender in den Medien bildlich inszeniert und konstruiert? Und welche Auswirkungen haben diese Darstellungen auf unsere Selbstwahrnehmung?

Broschüre und Plakate
Die Broschüre Körperbilder in den Medien – Konstruierte Realitäten von Frauen und Männern bildet eine handliche Übersicht der Thematik. Verschiedene Darstellungskriterien von Gender in den Medien werden untersucht und illustriert. Sie geben den Betrachtenden Anhaltspunkte, um weibliche und männliche Darstellungen zu analysieren und so die medial verbreiteten Ideale von Frauen und Männer zu „entzaubern“. Sie informieret über gesundheitliche Auswirkungen dieser einseitigen und retuschierten Medienbilder, regen zur kritischen Reflexion dieser an und tragen so zur Entzauberung der Ideale von Frauen und Männern in den Medien bei. Grundlage hierzu bildet die Diplomarbeit „Frau in Bild und Text – Entzauberung eines Ideals in der Werbung“ von Olivia Mair.

Faltbare Wand mit 5 Plakaten zum Thema  Geschlechterrollen in der Werbung


Die Fachstellen für Gleichstellungsfragen aus dem Bundesland Vorarlberg, dem Fürstentum Liechtenstein und dem Kanton Graubünden initiierten 2013/2014 das länderübergreifende Projekt betrifft:rollenbilder. In diesem Rahmen wurde der Verein Amazone mit der Umsetzung der Wanderausstellung rollen:parkour beauftragt. Die Broschüre Körperbilder in den Medien ist Teil dieser Ausstellung und wurde dafür überarbeitet und neu aufgelegt. Des Weiteren wurde in Anlehnung an die Broschüre eine Plakatserie mit 12 Sujets erstellt.

Interaktive Station
Eine interaktive Station bestehend aus zwei Körperbildern für die Besuchenden rundet die Ausstellung ab. So kann das Gesehene spürbar und erlebbar werden. Die Station regt zur Reflexion der eignen Körperbilder und -wahrnehmung an. Ein Laptop spielte außerdem Kurzfilme ab, die ebenfalls von der Entzauberung der Ideale in den Medien handeln.


Interessiert?

Die Broschüren können bestellt, die Plakatserie und die interaktive Station gebucht werden unter +43 5574 45801 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!